Die Vorrausetzungen zur Rente mit 63

Die neuen Rentenreformen und Pläne der Regierung werden nicht jedem Mitbürger einen Vorteil bringen. Die Bedingungen für eine Rente im Alter von 63 Jahren, erfordern aber erfüllte analysis-680572_640Voraussetzungen. Diese Voraussetzungen führen jedoch im Moment zu Problemen, da die Deutsche Rentenversicherung keine konkreten Daten zur Überprüfung vorlegen kann. Eine Zahlung der sogenannten Mütterrente wird ebenfalls noch andauern.

Ende Januar hat sich die Union und SPD als große Bundestagskoalition erstmalig zu einer Klausur des Kabinetts in Meseberg zusammengesetzt. Im gleichen Moment sind aber die Rentenreformen und neuen Pläne von Andrea Nahles der Bundesarbeitsministerin bereits in der Presse. Die Gründe dafür sind 45 Jahre Beitragszahlungspflicht in die Rentenkasse um eine Rente mit 63 in Anspruch nehmen zu können. Diese Voraussetzung muss erfüllt sein, um eine abschlagsfreie Rente erhalten zu können, doch gerade dies führt zu Unstimmigkeiten. Eine kurze Zeit der Arbeitslosigkeit soll angerechnet werden, doch eben diese Dauer ist noch unklar und kann von der Koalition nicht eindeutig festgelegt werden. Man möchte eine maximale Bezugsdauer festlegen, hat nun jedoch herausgefunden, dass eine Unterscheidung zwischen kurzzeitigem und langzeitigem Bezug nicht mehr möglich ist.

Die Rente mit 63 durch Voraussetzungen nicht aussagekräftig

Dem Handelsblatt ist aus einer vertrauten Quelle eine aktuelle Stellungnahme der deutschen Rentenversicherung, das mögliche Scheitern mitgeteilt worden. Es wird möglicherweise keine abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren geben aufgrund der nicht zu klärenden Informationen bei der Anrechnung von Zeiten. Um mit 63 Jahren in Rente gehen zu können und eine abschlagsfreie Rente zu erhalten, muss man mindestens 45 Jahre Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben. Die Zeiten der Arbeitslosigkeit und den daraus resultierenden Bezug von Arbeitslosengeld möchte man anrechnen. Es ist jedoch vor dem Jahr 2001 nicht mehr möglich, eine klare Trennung zwischen dem Bezug von Arbeitslosengeld oder der Arbeitslosenhilfe zu machen. Vor dem Jahr 1978 ist nicht mal mehr nachvollziehbar, ob eine Arbeitslosigkeit vorgelegen hat. In der Vergangenheit wurden diese Zeiten stets als Anrechnungszeit mitbewertet.

Kein Nachweis über Arbeitslosengeld

Da die Rentenversicherung keinen eindeutigen Nachweis mehr erbringen kann, sind wahrscheinlich die Bürger selbst aufgefordert den Nachweis zu erbringen ob und wie lange Arbeitslosengeld oder Arbeitslosenhilfe bezogen wurde. Über einen so langen Zeitraum wird jedoch vermutlich der Nachweis für einzelne Bürger schwierig werden. Die deutsche Rentenversicherung schätzt, dass die Aufbewahrungsfristen bei den Bürgern bereits lange überschritten sind und die alten Unterlagen nicht mehr existieren. Ab dem Jahr 1984 gibt es ein ähnliches Problem über den Bezug von Krankengeldern, da diese auch teilweise in die Beitragsjahre eingerechnet werden sollen. Auch hier fehlen die entsprechenden Daten, um eine entsprechende Anrechnung vornehmen zu können.

Eine Welle der Frühverrentung droht

Es wird ein weiteres Problem bei der Einrichtung einer abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren geben. Arbeitnehmer im Alter von 58 Jahren haben das Recht Arbeitslosengeld I für bis zu 24 Monate zu erhalten. Unternehmen könnten somit eine Kündigung der rentenfähigen Personen mit 61 Jahren veranlassen. In diesem Alter würden die Frührentner dann noch 2 Jahre lang Arbeitslosengeld beziehen und mit der Erfüllung von 45 Beitragsjahren einen Anspruch auf die Rente mit 63 haben. Die Rente würde demnach abschlagsfrei an die Rentner ausgezahlt werden. Es besteht nun die Vermutung des Deutschen Gewerkschaftsbundes, dass eine Welle der Frühverrentung eintreten wird.

Jahrgänge 1950 profitieren von einer abschlagsfreien Rente mit 63

Es wird nur wenige Rentner geben, die wirklich von einer abschlagsfreien Rente mit 63 Jahren profitieren können. Wie die Regelaltersgrenze auch wird die abschlagsfreie Rente angehoben und die Eintrittsgrenzen immer später. Die jüngeren Berufstätigen werden es später einmal schwer haben die Voraussetzungen zu erfüllen und wahrscheinlich nur eine abschlagsfreie Rente mit 65 Jahren in Anspruch nehmen können. Es ist wichtig, sich privat um eine mögliche Altersversorgung zu kümmern und vorzusorgen. Das Niveau der Rentenzahlung wird in einigen Jahren den Lebensstandard nicht mehr erfüllen, dass eine private Altersversorgung umso wichtiger macht. Man kann sich online über die unterschiedlichen Vorsorgemöglichkeiten informieren.

Die Mütterrente erfordert ebenfalls Voraussetzungen

Ein Teil in der Rentenreform und den Plänen der Koalition ist die Mütterrente. Die Rente für Mütter ist keine zusätzliche Rentenzahlung, sondern viel mehr eine Anpassung der Erziehungszeiten von Müttern mit vor 1992 geborenen Kindern an die heute jüngeren Mütter. Für die ältere Generation soll pro Kind ein zusätzlicher Rentenpunkt vergeben und angerechnet werden.

Doch wann kommt die Mütterrente?

Mit einer Auszahlung der Rente für Mütter darf jedoch nicht vor Ende 2014 gerechnet werden. Die Einführung soll bereits im Juli 2014 stattfinden, eine Zahlung ist technisch aber erst Ende des Jahres möglich. Die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Frau Carola Reimann bestätigt jedoch, dass eine Zahlung der Mütterrente bis Weihnachten erfolgen wird. Es gibt in Deutschland rund 9,5 Millionen an bezugsberechtigte Mütter und Väter.